Deutsch

Die Organisation unseres Deutschunterrichtes fühlt sich in starkem Maße den Zielen der integrierten Gesamtschule verpflichtet. Wir halten das Fach Deutsch, auch von seinem Fachanspruch her, für besonders geeignet, den integrativen Anspruch im Unterricht umzusetzen.
Daher halten wir am längeren gemeinsamen Lernen fest, für das wir allen Schülern ein curriculares Fundament mit dem Ziel einer erweiterten Kommunikationsfähigkeit bieten wollen. Wir orientieren uns dabei an den Anforderungen des mittleren Bildungsabschlusses, erweitert durch solche für den gymnasialen Bildungsgang, und versuchen - so lange wie möglich - alle Bildungsgänge und Abschlussprofile offen zu halten.
Unterrichtsorganisation Nach unseren Erfahrungen ist zur Umsetzung der integrativen Ziele der heterogene Klassenverband, also der Kernunterricht, besonders gut geeignet. Daher findet im Deutschunterricht keine äußere Fachleistungsdifferenzierung, wohl aber eine innere didaktisch-methodische Angebotsdifferenzierung statt. Ab dem 8. Schuljahr findet eine E-/G-Verkursung im Klassenverband statt.
Didaktik/Methodik
Die Unterrichtsorganisation geht von der Heterogenität der Schülergruppe aus. Das
heißt u.a., dass daher der Frontalunterricht mit Lehrervortrag und vorherrschend fragenentwickelndem Gespräch keine geeignete Unterrichtsmethode sein kann. Deshalb bemühen wir uns, hausinterne Unterrichtseinheiten aus den Arbeitsbereichen des Deutschunterrichts zu erstellen, die sowohl individuelles und selbstorganisiertes Lernen fördern als auch Situationen des gemeinsamen Austausches der Erfahrungen und Ergebnisse schaffen, d.h.:
Schüler zeigen unterschiedliche Lernzugangsweisen. Wir versuchen dies durch entsprechende Angebote zu berücksichtigen, d.h. sowohl visuelle als auch auditive oder haptische Zugangswege zu schaffen.
Zu vielen Unterrichtseinheiten erstellen wir Arbeitspläne, die Basisstoff für
alle ausweisen, aber auch unterschiedliche Aufgaben für E- und G-Kurs-
Schülerinnen und Schüler.
Wir nutzen ganz persönliche Zugangswege zur Erarbeitung einer Lektüre, zum
Beispiel durch die Form des Lesetagebuches.
Wir bereiten Unterrichtseinheiten zu Lernen an Stationen vor.
Einen besonderen Stellenwert hat an unserer Schule das Arbeiten in Projekten
erhalten. Dabei gingen entscheidende Impulse gerade auch vom Deutschunterricht aus, z. B. beim Projekt „Märchen“ oder beim Projekt „Rund ums Buch“ (vgl. Bibliothek), und wir organisieren auch außerhalb der Projekttage im „normalen“ Deutschunterricht kürzere projektartige Phasen.
Aufgrund erweiterter Lehrerzuweisung für das Ganztagsangebot können wir
für besonders förderungsbedürftige Schülerinnen und Schüler zusätzliche
Fördermaßnahmen anbieten. So haben wir für die Jahrgänge 5/6 spezielle
Kurse für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche eingerichtet und
organisieren für die Klassen 7 und 8 Unterricht begleitende Förderkurse. Für
die Jahrgänge 9 und 10 gibt es AG-Angebote zur Vorbereitung für die
Abschlussprüfungen und den Übergang in die gymnasiale Oberstufe.

Hilke Meyer, Yvonne Steinhausen

Buseck, den 14.08.2013